Ökologische und natürliche Produkte
Individuelle Fachberatung mit Herz
T 036783 88823 | E info@sovida.de
Kauf auf Rechnung

Die 3 häufigsten Fehler beim Laminatverlegen

Modernes Klicklaminat lässt sich relativ einfach verlegen, dafür muss kein Profi-Handwerker ins Haus kommen. Das vorgefertigte Nut- und Federsystem sorgt für eine schnelle und saubere Montage, mit einer guten Anleitung gelingt das Verlegen auch dem Einsteiger. Drei vermeidbare Fehler schleichen sich allerdings immer wieder ein, vor denen wir hier warnen möchten: So bleibt Ihr Laminatboden auch auf Dauer schön!

1. Dehnungsfuge nicht vergessen!

Die umlaufende Dehnungsfuge ist das A und O Ihres neuen Bodenbelags. Denken Sie beim Laminatverlegen daran, dass das Material je nach Luftfeuchte und Temperatur arbeitet, das heißt, es braucht Platz für Bewegung. Die Dehnungsfuge sollte umlaufend sein, an allen Wänden und auch dort, wo das Laminat auf die Türzarge trifft. Die optimale Fugenbreite beträgt etwa 0,5 bis 1,0 cm – je größer der Raum, desto weiter die Fuge. Achten Sie aber darauf, dass die Dehnungsfuge nicht allzu groß gerät, denn sonst wird sie beim Schwinden des Laminats neben der Fußleiste sichtbar.

Da große Bodenflächen tendenziell stärker arbeiten als kleine, verwenden echte Bodenprofis bei raumübergreifenden Projekten sogenannte Übergangsleisten. Damit können Sie eine zusätzliche Dehnungsfuge frei lassen und Spannungen im Bereich der Türschwelle vermeiden. Außerdem lassen sich entsprechende Leisten bei besonders großflächigen Einzelräumen strategisch geschickt im Zimmer integrieren, sodass der Belag auch bei stärkerer Ausdehnung flach am Boden liegenbleibt

2. Dampfsperre auf mineralischen Untergründen verlegen

Möchten Sie Ihr Laminat auf einem mineralischen Untergrund verlegen – dazu zählt auch ein nackter Estrich –, dann benötigen Sie auf jeden Fall eine Dampfbremsfolie. Dies bezieht sich nicht nur auf Neubauten, deren Estrich eventuell noch nicht ganz durchgetrocknet ist, sondern auch auf ältere Gebäude. Die Dampfbremse schützt Ihr Laminat vor Feuchtigkeitsansammlungen auf der Unterseite, die auf Dauer zu Schimmel und Zersetzung führen. Erkundigen Sie sich, ob die jeweilige Folie auch zur Trittschalldämmung dient, so schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

Ein kleiner Tipp am Rande: Schneiden Sie die Dampfbremse nicht an den Raumkanten bündig ab, sondern ziehen sie die Folie ein paar Zentimeter an der Wand hoch. So isolieren Sie auch den Rand- und Fußleistenbereich gegen austretende Feuchtigkeit und verbessern Ihre Schimmelvorbeugung noch um ein paar Prozentpunkte.

3. Laminat verlegen – nur schwimmend!

Klicklaminat sollte stets schwimmend verlegt werden und keine festen Verbindungen zum Untergrund aufweisen. Der Grund liegt auch hier wieder darin, dass das Material dem Raumklima entsprechend quillt und schwindet, bei Befestigung auf dem Untergrund also reißen oder sich wellen kann. Setzen Sie auch an den Rändern keine Schrauben in den Laminatboden und bringen Sie keine Türstopper an, die durch das Laminat reichen und im Boden verankert sind.

Die schwimmende Verlegung ermöglicht es Ihnen, eine Trittschalldämmung unterzulegen, die nicht nur im betreffenden Raum für angenehme Ruhe sorgt, sondern auch in den Zimmern darunter. Das lärmisolierende Material wird ebenso wie das Laminat einfach schwimmend verlegt, oberhalb der Dampfbremsfolie und im Regelfall auf Stoß. Wählen Sie vorzugsweise eine Dämmung aus, die auch wärmeisolierend wirkt, und genießen Sie danach das angenehme Barfußgefühl! Dies gilt selbstverständlich nicht auf Fußbodenheizung.

Das Quell- und Schwindverhalten der Paneele beginnt natürlich nicht erst, wenn der Boden verlegt ist, sondern schon viel früher. Darum empfehlen wir, Ihr frisch gekauftes Laminat zuerst einmal ausgepackt im betreffenden Raum zu lagern, am besten zu genau den klimatischen Bedingungen, die während der späteren Nutzungszeit dort herrschen werden. 48 Stunden sollten für eine gründliche Akklimatisierung reichen, danach dürfen Sie endlich die Ärmel hochkrempeln und loslegen!

Verlegetipps für Fortgeschrittene

Nun sind Sie gut gerüstet, um die häufigsten – und oftmals folgenreichsten – Fehler beim Verlegen von Laminat zu vermeiden. Allerdings gibt es darüber hinaus noch einiges zu beachten, zum Beispiel die optische Wirkung der Verlegerichtung: Wie machen sich die Paneele visuell, wenn sie längs, quer oder diagonal zum Lichteinfall verlaufen? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen – mehr dazu lesen Sie in Kürze hier in unserem Sovida-Ratgeber.

Abschließend noch ein Tipp: Messen Sie vor dem Verlegen des Laminats die Raumbreite genau aus und dividieren Sie dieses Maß durch die Breite einer einzelnen Paneele. Bleiben weniger als 5 Zentimeter übrig, sollte Sie die erste Laminatreihe längs zusägen, damit Sie auch die letzte Reihe gut einpassen können.

Bildnachweis: fotolia.com © 2mmedia