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Linoleum, Laminat, Vinyl: Wo liegt der Unterschied?

Linoleum und Laminat sind zwei Materialien, die gern als Bodenbelag genutzt werden. Das Laminat ist allerdings inzwischen viel weiter verbreitet, vor allem im privaten Bereich. Was unterscheidet die beiden Beläge voneinander? Und welche Unterschiede bestehen zum Vinylboden?

Linoleum: Ein historischer Werkstoff

Linoleum zählte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den beliebtesten Bodenbelägen. Es besteht aus natürlichen Materialien wie Jutegewebe als Trägermaterial, polymerisiertem Leinöl, Linoxyn genannt, und verschiedenen Naturharzen. Auch Korkmehl, Holzmehl und verschiedene Pigmente sind enthalten. Moderne Linoleumböden besitzen manchmal auch Kunststoffanteile, oder das Leinöl wird durch Sojaöl ersetzt. Das historische Rezept bleibt aber weitgehend erhalten.

Die einzelnen Bestandteile werden miteinander verpresst und über einen längeren Zeitraum wärmebehandelt, sodass eine fest verbackene Linoleumbahn entsteht. In alten Zeiten war Linoleumboden relativ pflegeintensiv, denn es musste zum Schutz der Oberfläche regelmäßig gebohnert werden. Heute wird dieser Bodenbelag in der Regel mit einer Kunststoff-Schutzschicht versehen, damit ist das Bohnern überflüssig.

Linoleum gibt es sowohl in Rollenform als auch in der praktischen Fertigparkett-Variante mit Klicksystem. Fertigparkett aus Linoleum eignet sich besonders gut zum eigenhändigen Verlegen.

So unterscheidet sich Laminat von Linoleum

Laminat besteht im Gegensatz zu Linoleum aus verschiedenen, fest aufeinander geklebten Schichten. Es besitzt allerdings ebenfalls eine Trägerschicht, die aus einem Holzwerkstoff besteht. Laminatprodukte sind darum weniger elastisch aber meist stabiler als Linoleum, sie werden ausschließlich in Plattenform geliefert.

Die einzelnen Lagen des Laminats sind so aufeinander abgestimmt, dass seine optimale Nutzbarkeit gewährleistet wird: Die untere Schicht dient der Isolierung gegen Kälte und Feuchtigkeit, oft wirkt sie auch schalldämmend. Die obere Schicht besteht im Normalfall aus Zellulose in Kunstharz und ist sowohl pflegeleicht als auch strapazierfähig.

Laminat

  • einfach und schnell zu verlegen
  • egalisiert durch mehrlagigen Aufbau kleine Unebenheiten
  • pflegeleichte, lichtechte Oberfläche
  • unempfindlich gegen Stuhlrollen und Zigarettenglut
  • dickschichtig und stabil

 Linoleum

  • besonders umweltfreundlich: überwiegend aus natürlichen Rohstoffen
  • elastisch und damit gelenkschonend
  • moderne Varianten pflegeleicht und hygienisch
  • langlebig und robust
  • antistatisch

Mehr Info zu diesem Thema finden Sie in einem früheren Blog-Beitrag mit dem Thema „Linoleum – ein Bestseller unter den Bodenbelägen“.

Alternative: Vinylboden?

Vinylboden ist eine moderne Bezeichnung für PVC-Produkte, die in der Vergangenheit teilweise keinen guten Ruf genossen. Diese Bodenbeläge werden häufig wie Linoleum als Rollenware geliefert, sie sind elastisch, aber auch pflegeleicht. Es gibt sie allerdings auch in Form von Vinylfertigparkett mit täuschend echter Fliesen- oder Holzoptik. Vinylböden bestehen komplett aus Kunststoff, sie besitzen manchmal auch eine integrierte Trittschalldämmung und vielerlei andere Vorzüge.

Moderne Vinylböden deutscher Hersteller sind inzwischen weitgehend frei von Weichmachern und anderen Schadstoffen. Achten Sie darauf, Qualitätsprodukte zu kaufen!

Unser Tipp: Zu einem schönen Laminat- oder Vinylboden gehören auch die passenden Fußleisten.

Bildnachweis: fotolia.com © Sergey Ryzhov