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Raumteiler und Trennwände: Durch Teilen neue Räume schaffen

Das Prinzip „aus 1 mach 2“ funktioniert natürlich auch bei Wohnräumen – und das ohne Baugenehmigung und statische Prüfung. Allerdings müssen Sie dafür Leichtbaumaterialien verwenden, um die Zwischendecke nicht über Gebühr zu belasten. Trockenbauwände aus Rigips, eingepasst in ein stabiles Rahmenwerk, eignen sich hervorragend zu diesem Zweck: So bauen Sie sich Ihren eigenen, feststehenden Raumteiler!

Erste Vorbereitungen: Den Wandverlauf festlegen

Zuerst gilt es, den genauen Wandverlauf zu bestimmen und zu kennzeichnen. Dafür nehmen Sie eine Wasserwaage, eine Richtschnur, Klebeband und einen Markierstift zur Hand – und beginnen damit, Wand, Boden und Decke sorgsam zu vermessen, immer exakt gerade und in Waage. Kleben Sie den Trennwandverlauf mit Klebeband ab und markieren Sie die Stelle, an der Sie einen Durchgang oder eine Tür einfügen möchten. Nun begehen Sie den gesamten Bereich noch einmal und schauen sich alles genau an: Besitzen die beiden Einzelräume die passende Größe und die richtige Form? Verfügt die Türöffnung über eine praktische Normgröße, um Geld beim Kauf der Zarge zu sparen?

Das Rahmenwerk errichten aus vorgefertigten Profilen

Der Markt bietet vorgefertigte U- und C-Profile aus Metall zur Erstellung einer Rahmenkonstruktion an, doch natürlich können Sie auch auf Holz zurückgreifen. Der Naturwerkstoff wartet mit einer besseren Ökobilanz auf und lässt sich besonders flexibel verarbeiten.

So nehmen Sie das Projekt in Angriff:

  • zuerst den äußeren Rahmen an Wand, Boden und Decke festschrauben
  • für den Schallschutz Metallelemente mit Schaumstoffband isolieren
  • Senkrechte errichten, immer im Abstand von 62,5 cm (von Mitte zu Mitte gemessen)
  • zwischendurch stetig die Wasserwaage zum Einsatz bringen
  • der letzte Abschnitt darf natürlich schmaler sein


Eine reguläre Rigipsplatte verfügt über eine Breite von 62,5 cm, aus diesem Grund ist die Einhaltung des exakten Abstands so wichtig. Die zur Erstellung besonders langer Trennwände verwendeten, doppelt so breiten Platten lassen sich schwerer handhaben und sind deshalb nur zu empfehlen, wenn ein tatkräftiger Mithelfer zur Verfügung steht.

Das Innenleben Ihrer Trennwand: Dämmung und Elektrokabel

Bringen Sie nun das Dämmmaterial in das fertige Ständerwerk ein, für optimale Schall- und Wärmeisolierung. Greifen Sie am besten zu Trennwandplatten aus Steinwolle, die vorgefertigt geliefert werden. Wahlweise können Sie natürlich auch einen anderen Dämmstoff verwenden und ihn passend zuschneiden.

Im Regelfall genügt es, die Dämmung im Trennwandrahmen festzuklemmen, selten ist die Verwendung eines Tackers vonnöten.

Spätestens jetzt sollten Sie eine klare Entscheidung treffen, ob und wo Sie an Ihrer neuen Trennwand Steckdosen und Lichtschalter anbringen möchten. Ein Elektriker wird Ihnen dafür die nötigen Kabel ziehen und diese ganz zum Schluss, wenn Ihre Trennwand komplett verkleidet ist, nutzbar machen.

Das Finish: Rigipsverkleidung und Wandästhetik

Nun schrauben Sie von beiden Seiten die bereitstehenden Rigipsplatten auf, und zwar mit speziellen Schnellbauschrauben. Versenken Sie jeden Schraubenkopf, das erleichtert die spätere Überarbeitung! Setzen sie die Platten auf Stoß und fasen Sie gesägte Teile an den Rändern ein wenig an, um die Haftfläche für die spätere Spachtelung zu vergrößern.

Die Anschlussfugen zu Wand, Boden und Decke spritzen Sie mit elastischem Acryl aus. Sägen Sie außerdem die Stellen für die Steckdosen und Lichtschalter mit einem Lochbohrer auf.

Nun geht es ans Spachteln und Schleifen! Schraubenlöcher und Fugen sollten unter einer glatt gespachtelten Oberfläche verschwinden, sodass Sie am Ende problemlos die ganze Fläche streichen, verputzen oder eine Tapete aufbringen können. Eine Trennwand aus Rigips darf aber auch gern eine Verkleidung aus schönen Dekorfliesen oder stilvollen Laminatpaneelen tragen: Das sieht ganz hervorragend aus und lässt schnell in Vergessenheit geraten, dass es sich hier um eine schlichte Wand aus Gipskarton handelt! Als Sahnehäubchen dienen die passenden Fußboden-, Decken- und Eckleisten, die dem gesamten Werk einen angenehmen Rahmen verleihen.

Unser Tipp: Soll in einem Ihrer abgetrennten Räume eine Küche oder ein Bad entstehen, dann greifen Sie bevorzugt zu speziellen Feuchtraumplatten und behandeln diese mit ebenfalls wasserfesten Materialen. So beugen Sie effizient Feuchteschäden und Schimmel vor.